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Dein Start in die Freiheit als Freelancer
Für manche von uns ist der Schritt von der festen Stelle in die freiberufliche Tätigkeit leicht. Sie reichen die Kündigung ein und verlassen einfach das Büro. Für andere jedoch kann dieser Schritt mit Sorgen und Ängsten behaftet sein.
Ich hatte mit meiner freiberuflichen Karriere viel Glück. Mein Übergang vom Hobby zum Job kam heftig und plötzlich, aber ich weiß, dass es eine Menge Leute gibt, die jetzt an ihrem Computer sitzen und sich den Kopf zerbrechen, wie sie es am besten anstellen.
Für einige von euch ist der Grund für eure Angst, dass ihr die einzige Einkommensquelle des Haushalts seid, für andere ist es der Business-Aspekt, der ihnen erscheint wie ein dunkles Mysterium voller komplizierter Gesetze. Und natürlich sind eure Sorgen berechtigt. Dennoch glaube ich, dass jeder (ungeachtet seines Backgrounds) als Freelancer erfolgreich sein kann. Es ist nur die Frage, ob man es schafft, ein paar leicht zu erkennende Anfängerfehler einfach nicht zu machen.
Fange klein an und plane im Voraus
Wenn Leute auf die Idee kommen, als Freiberufler zu arbeiten, dann hat das meist einen aktuellen Anlass. Wenn es gerade eine Unzufriedenheit oder einen bestimmten Druck gibt, ist es leicht, den Sprung in die freiberufliche Tätigkeit zu unterschätzen und das Ganze in dem falschen Glauben anzugehen, dass sich dieser Prozess über Nacht vollzieht. Tut mir sehr leid, wenn ich die Seifenblase platzen lassen muss, aber so einfach ist es nun auch wieder nicht.
Wenn du eine Vollzeitstelle hast und Freelancer werden willst, dann geh nicht gleich morgen zur Arbeit und zeig deinem Boss den Mittelfinger (auch wenn er dir das Leben zur Hölle macht). Die Entscheidung, sich für ein Leben als Freelancer zu entscheiden ist wichtig (besonders, wenn du eine Familie zu versorgen hast). Falls es jetzt so aussieht, als würde ich dir das Freelancing wieder ausreden wollen, so ist das nicht der Fall. Was ich aber sagen will ist: Denk bevor du handelst. Tue es nicht impulsiv und übereilt, sondern wohlüberlegt.
An dieser Stelle ist es wichtig, klarzustellen, dass es nicht nötig ist, den festen Job zu kündigen, um Freelancer zu werden. Jedenfalls nicht sofort.
Wenn ein Geschäft oder eine freiberufliche Tätigkeit erfolgreich ist, dann liegt das meist daran, dass sich jemand bereits im Vorfeld ein paar wesentliche Gedanken darüber gemacht hat. Du musst jetzt nicht neurotisch werden und 1000 To-Do-Listen führen, aber du solltest schon einen gewissen Plan haben, um Dinge, wie den Aufbau eines Portfolios, die Anmeldung beim Finanzamt und deine Markenpolitik zu regeln. Wer noch einen festen Job hat, kann diese Dinge in seiner Freizeit erledigen.
Nochmal: Es nicht nötig ist, den Job sofort zu kündigen. Es gibt viele, die neben ihrer festen Tätigkeit (und /oder neben der Familie) als Freelancer arbeiten. Es ist nicht so, dass du sofort alles aufgeben musst, eher das Gegenteil ist der Fall. Wenn deine Hauptsorge beim Schritt in die freiberufliche Tätigkeit ist, ist es am besten, du wartest bis du genug Aufträge hast, um deinen Mindestlebensbedarf decken zu können.
Bereite dich mit Teilzeit-Projekten auf die Selbständigkeit vor.
Als Freelancer kann es hart sein, erst einmal „reinzukommen“ und die ersten Kunden zu finden (besonders wenn deine Zeit durch andere Verpflichtungen eingeschränkt ist). Aber nochmal: Das bedeutet nicht das Ende deines Traumes als Freelancer erfolgreich zu sein.
....(Seite im Aufbau)
Eine andere sinnvolle Taktik (falls du Bedenken hast im Bezug auf Kundenkontakte, weil du nebenbei noch einen festen Job hat und nicht immer erreichbar bist) ist es, Arbeit über Dritte wie z.B. eine Agentur (zu fairen Preisen) zu bekommen. Viele Leute tun das, indem sie mit anderen networken (sie verbinden ihre Fähigkeiten mit Arbeit) und die meisten Freelancer sind freundlich und offen (definitiv!). Sich bei einem Forum anzumelden macht Spaß und ist gleichzeitig ein guter Weg, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen.
Rechne mit dem Schlimmsten und hoffe auf das Beste
Wenn du jetzt zwischen deinem “richtigen” Job auch immer mal kleinere Freelance-Projekt bekommst, dann achte darauf, dass du das Einkommen aus deiner festen Arbeit nicht deinen Einküften aus der freiberuflichen Tätigkeit vermischst. Denn es geht nicht darum, dein Einkommen ein bisschen aufzubessern, sondern darum den Schritt in die selbständige, freiberufliche Tätigkeit zu schaffen und voll davon leben zu können. Wenn du letzteres willst, solltest du das Geld auf die Seite legen, damit es dich auf deinem Weg ins Freelancer-Leben unterstützen kann.
Es ist nicht leicht das bequeme, sichere Einkommen loszulassen, du wirst besonders den Verlust deines pünktlich verfügbaren Einkommens spüren. Wenn wir den Schritt aber einmal gegangen sind, ist es wichtig, nicht direkt mit Vollgas ins Vollzeit-Freelancing hineinzurennen, ohne einen wohlüberlegten Plan zu haben. Du musst sicherstellen, dass als Freelancer deinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kannst und gleichzeitig flüssig bist.
Für einen Freelancer gibt es keine Garantien. Wenn es ein Motto für Freelancer gibt, dann es wohl: „Rechne mit dem Schlimmsten und hoffe auf das Beste.“
Indem du das Geld aus deiner Nebenbei-Freelance-Tätigkeit zurücklegst (und dir ein schönes Polster anlegst), verschaffst du dir eine bessere Ausgangspostion (Das Geld für die Mindestlebenshaltungskosten für einen Zeitraum von 3 - 6 Monaten ist ein sinnvoller Betrag, den du sparen solltest, weniger als 3 Monate geht auf keinen Fall). Du bist gewappnet, wenn Arbeit reinkommt und fühlst dich finanziell stabil. Das zurückgelegte Geld ist ein Puffer für dürre Zeiten (das kann leider immer passieren). Für Freelancer gibt es keine Sicherheiten.
Wir zeigen dir:
- Wie Du als Freelancer anfängst
- Wie Du Deine Preise kalkulierst
- Wie Du an Aufträge kommst
- Wie Du mit Kunden umgehst
- Wie Du im Alltag klar kommst
